Liebstöckel – das Maggikraut

Liebstoeckelkraut

Liebstöckel (Levisticum officinale)

Das Kraut ist uns allgemein bekannt als Suppenwürze. Das unverkennbare Aroma steigt schon beim Reiben der Blätter in die Nase. Der charakteristische Geschmack der grünen grobzackigen Blätter hat den Volksmund zur Benennung  Maggikraut verleitet. Seit mehr als tausend Jahren ist die Pflanze in unseren Breiten zu Hause. Sie stammt urpsrünglich aus Vorderasien vermutlich Persien und wurde zuerst in den Klostergärten der Benediktiner kultiviert.

Ein appetitanregendes Würzkraut

Das Aroma der Blätter kann hilfreich bei Appetitlosigkeit sein. Die enthaltenen ätherischen Öle wirken positiv auf die Verdauung.

Hildegard von Bingen empfahl bei Schilddrüsenschwellungen Umschläge mit Liebstöckel in der Kombination mit Gundelrebenkraut: „Wenn ein Mensch an Drüsen am Hals Schmerzen hat, so dass die Halsadern aufgebläht sind, dann nehme er Liebstöckel und etwas mehr Gundelrebe, und er koche das gleichzeitig im Wasser…“ Diese Anwendung empfiehlt sich allerdings nur in heilkundiger Begleitung.

Der Liebstöckel unterstützt das Durchspülen der Harnwege

Die anerkannten heilkräftigen Pflanzenteile des Liebstöckels sind die Wurzeln. Im Frühjahr werden sie von 2-3 jährigen Pflanzen gesammelt, geteilt und getrocknet. Die Liebstöckelwurzel ist ein anerkanntes traditionelles Arzneimittel für die unterstützende Behandlung von Beschwerden mit den ableitenden Harnwegen. Dazu zählen Blasenentzündung, Blasen- und Nierengriess. Verwenden Sie die Liebstöckelwurzel als Teeaufguss, können Sie die Urinmenge erhöhen und damit eine natürliche Spülung der Harnwege erzielen.

Die in der Monografie der EMA/HMPC enthaltenen Informationen können Sie im Detail unter diesem Link: Monografie Liebstöckel einsehen.

Inhaltsstoffe:

ätherisches Öl, Cumarine, Polyine, Äpfel- und Angelicasäure

Wirkung:

krampflösend, harntreibend, magenstärkend, verdauungsfördernd

Gegenanzeigen:

Von der Behandlung von Kindern und Jugendlichen im Alter unter 18 Jahren sollte ohnen ärztlichen Rat abgesehen werden

Bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff und gegen andere Pflanzen der Familie Doldenblütler, Doldengewächse oder Anethole ist die Anwendung von Rhababer kontraindiziert.

Sollten die Beschwerden nicht abklingen oder Symptome wie Fieber, Dysurie (Harnverhaltung), Krämpfe oder Blut im Urin auftreten konsultieren Sie bitte einen Arzt.