L’Abbaye Notre-Dame du Val-Dieu

Ein Park statt eines Klostergartens

Die alte Zisterzienser-Abtei, gegründet 1216, existiert noch, wenn auch die Mönche gut vor 20 Jahren das Kloster aufgegeben haben. Eine eifrige Gemeinschaft Freiwilliger kümmert sich, dass das geistliche, kulturelle und wirtschaftliche Leben in der Abtei am Leben erhalten bleibt. Die Abtei-Brauerei, die Mühle, die Käserei und die Gastwirtschaft florieren. Selbst die Heiligen Messen werden regelmässig gefeiert.

Die Abtei im göttlichen Tal

Ich war auf der Suche nach Heilkräutern auf meiner Reise ins Val du Dieu auf halber Wegstrecke zwischen Liege und Aachen. Vereinzelt fand ich einige Kräuter im Park der Klosteranlage. Liebevoll hat man ihnen eine kleine Ecke eingeräumt. Kleine Schiefertafeln verkünden, um welches Pflänzlein es sich handelt. Was in den Beeten der klostereigenen Beeten wächst liess sich für mich nicht ergründen. Das Tor zu den Gärten ist abgesperrt. So blieb mir nur Zeit in dem riesigen Landschaftsgarten der Abtei mit Spaziergängen unter den alten Bäumen zu verbringen. Dabei war ich nicht allein. Der Park ist eine weitläufige Anlage mit Brücken und Teichen und einem Zugang zum angrenzenden Wald.

Statt eines typischen Klostergartens erlebte ich einen schönen Park, der sehr viel Ruhe gibt. Enttäuscht war ich nicht. Mich beeindruckte vielmehr der Fleiss und das Engagement bei der Erhaltung und Gestaltung der gesamten Anlage. Für eine Führung sollte man den richtigen Zeitpunkt erfragen, dann sollte auch der Blick in den Kreuzgang möglich sein.

  • Blick in den Garten
  • Kräuterbeet
  • Wasserminze
  • Verschlossener Garten
  • Abtei
  • Obstgarten

Die Abtei ist ein beliebtes Ausflugsziel. Sie lebt auch von den Touristen. Viele kommen einfach zu Bummeln im Park oder zum Wandern auf den Wegen ringsum das Kloster. Manch einer nutzt vielleicht auch die Gelegenheit zu einem Verdauungsspaziergang nach dem Besuch eines der beiden Restaurants. Die vorbeifahrenden Radfahrer stoppen nur kurz. Sie geniessen nicht das köstliche Abtei-Bier sondern nuckeln nur an ihren Wasserflaschen. Meist treibt es sie weiter das Tal entlang des Flüsschens Berwinne hinauf. Wer dann doch den Anstieg auf die Höhenzüge startet, wird mit freien Blicken über die Landschaft der Wallonie belohnt.

Anreise und Internet-Adresse:

https://www.abbaye-du-val-dieu.be

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