Käsepappel – anspruchslos und schön

Blüten der Käsepappel

Käsepappel (Malva neglecta)

Die Übersetzung ihres lateinischen Namens lautet „die Ignorierte“. Tatsächlich gibt es in den Kräuterbüchern der Volksmedizin Überschneidungen zwischen der kultivierten und farbenprächtigen Malve und der unscheinbareren Käsepappel. Die Käsepappel ist ein wildwachsendes Malvengewächs. Ihre Blüten erfreuen im Spätsommer und Herbst. Inspiration für die Namensgebung der Pflanze waren wohl die Fruchtstände. Sie gleichen der Form kleiner Käselaibe in Miniaturausgabe. Einen sehr langen und guten Ruf besitzt die Käsepappel als Heilpflanze. In der Volksmedizin wird sie verwendet aufgrund ihrer schleimbildenden Inhaltsstoffe. Diese unterstützen die Linderung von Schleimhautreizungen im Hals-, Mund- und Rachenraum. Bevorzugte Verwendung finden hierbei nicht die Blüten sondern die Blätter in getrockneter Form.

Die Wirkung der Blätter wird nicht in der Monografie des BGA/BfArM (Kommission E) bestätigt und wird aktuell durch die EMA/HMPC diksutiert.

Inhaltsstoffe:

Schleimstoffe, Malvin

Wirkung:

schleimbildend, reizlindernd