Sammelkorb für den Monat Oktober

Die Kräuterernte ist im Monat Oktober nicht sehr ergiebig. Daher lohnt es sich die gesunden Früchte für den Wintervorrat ins Haus zu holen.

Noch sind die Tage sonnenwarm. Die Nächte sind bereits sehr kalt. Die Natur erinnert uns an das Nahen des Winters. Zeit die Vorräte aufzufüllen!

Die Saison fürs Kräutersammeln ist schon vorüber. Für den guten Haustee kann noch immer das Himbeer- und Brombeerkraut gesammelt werden. Lediglich im Garten oder auf der Terrasse und dem Balkon sind noch Küchen- und Gewürzkräuter zu haben.

Zur Reife gelangen gerade die blauen herben Früchte des Schlehdorns und die allen Kindern bekannten Hagebutten. Beides sind Früchte, die im häuslichen Wintervorrat nicht fehlen sollten. Sie lassen sich trockenen und für Teezubereitungen nutzen. Auch als Grundstoff für leckere Marmeladen, Gelees und sogar Likör können sie die letzten warmen Sonnenstrahlen des Frühherbstes konservieren.


Reife Schlehen sehen aus wie kugelrunde Minipflaumen. Die adstringierende Wirkung der Früchte schmeckt man sofort.

Schlehen

Sie sind ein gutes altes Hausmittel bei Hals- und Mandelschmerzen.

Begehrt sind Schlehen als Grundzutat für Liköre und Gelees.


Als Sammelbehältnis eigenen sich am Besten die Frühstückstüten aus Papier. Einerseits verhindern sie das Schwitzen der gesammelten Früchte. Die Feuchtigkeit dringt durch das Papier nach aussen. Andererseits ist das Papier luftdurchlässig und lässt das Sammelgut nicht stockig werden. Die Papiertüten sind auf jeden Fall umweltfreundlicher als Plastik.


Noch sind die Blätter an den Bäumen. Die Hagebutten leuchten rot. Es ist Frühherbst.

Hagebutten

Ein bewährtes Juckpulver für kindlich schelmische Attacken.

Fruchtige Wintertees oder leckere Marmeladen lassen sich aus Hagebuttenfrüchten herstellen.


Normalerweise sollen sowohl die Hagebutten als auch die Schlehdornfrüchte erst nach dem ersten Frost gesammelt werden. Wer nicht warten möchte, kann die Früchte von beiden Sträuchern noch mit den letzten warmen Sonnenstrahlen ernten. Auf den Nachtfrost braucht niemand zu verzichten, der zu Hause einen Kühlschrank mit Tiefkühlfach hat. Die gesäuberten Früchte können im tiefen Frost lange gelagert werden. Das Aufspalten von Enzymen, das während des nächtlichen Frosts vollzieht, geschieht dann auf dem Eis des häuslichen Kühlschrankes. Der Effekt ist der gleiche.


Teeaufguss mit Schlehenfrüchten zum Gurgeln

Die Gerbstoffe der Schlehen können bei Halsschmerzen und leichten Entzündungen Erleichterung verschaffen.

  • 2 Teelöffel getrocknete Schlehenfrüchte
  • 1/4 Liter Wasser

Die Schlehenfrüchte kräftig mit dem Wasser aufkochen, ziehen lassen und lauwarm den Aufguss zum Gurgeln und für Mundspülungen benutzen.

Wärmender Hagebuttentee in der kalten Jahreszeit

Für den Tee müssen die Hagebutten nicht unbedingt frisch sein. Lagern sie länger im Schrank, so verbessert sich ihr Aroma.

  • 4-5 Teelöffel getrocknete Hagebutten
  • 1 Liter Wasser

Die Hagebutten 2-3 Stunden vor der Zubereitung in kaltem Wasser einweichen und dann darin 10 Minuten aufkochen. Abseihen und geniessen!


Wer Schlehdornfrüchte oder Hagebutten zu Tees weiterverarbeiten möchte, sollte unbedingt auf eine vollständige Durchtrocknung achten! Verbleibt Feuchtigkeit in den Früchten, werden sie stockig. Das heisst, die Inhaltsstoffe verändern sich und die Qualität leidet.