Unsere Ahnen schätzten die Heilwirkung des Krautes sehr. Sie wollten es mit tausend Gulden aufwiegen. Daher stammt sein epischer Name Tausendgüldenkraut.
|

Tausendgüldenkraut – die unbezahlbare Arzneipflanze

Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea)

Bitterkraut oder Fieberkraut sind weitere Namen des kleinen filigranen Krautes. Die Wertigkeit der Pflanze für die Volksmedizin beschreibt der Name Tausendgüldenkraut. Hundert oder Tausend Gulden mass man der Heilkraft dieser Wiesenpflanze zu. Übereinstimmend beschreiben viele Kräuterbücher die günstige Beeinflussung der Verdauungstätigkeit aufgrund der Gerbstoffe. Gesammelt, getrocknet und verarbeitet werden die oberirdischen Teile. In der Regel werden sie zur Herstellung von Kräutertees verwendet. Es können aber auch Extrakte oder Tinkturen daraus gewonnen werden.

Ein Kraut für Magen-, Darm- und Verdauungsstörungen

In der Verwendung für Kräutertees ist das Tausendgüldenkraut eine anerkannte Arzneipflanze. Aufgrund der Erfahrungen in seiner langjährigen Anwendung ist es für die Behandlung leichter Verdauungsstörungen und anderer Magen- und Darmstörungen geeignet. Auch bei vorübergehender Appetitlosigkeit kann eine Verbesserung erzielt werden.

Blüten des Tausendgüldenkrauts

Die Monografie des Tausendgüldenkrauts können Sie unter dem Link aufrufen und lesen: Tausendgüldenkraut (Centaurii herba)

Inhaltsstoffe: 

Bitterstoffglykoside, GentianinMagnesiumlactat, Erytaurin, Erythrocentaurin, Erythramin,

Wirkung:

anregend, tonisierend, schmerzstillend, fiebersenkend

Ähnliche Beiträge

  • |

    Ingwer – die Wurzeln des Rotschopfes

    Ingwer (Zingiber officinale) Die scharfe Knolle ist ein beliebter Geschmacksgeber für Erfrischungs- und Heissgetränke. Ginger-Ale ist wohl das bekannteste Kaltgetränk. In Scheiben geschnitten, aufgebrüht als heisser Tee ist er sehr beliebt bei „anfliegenden“ Erkältungen oder grippalen Infekten. Tatsächlich bewirken die ätherischen Öle eine vermehrte Durchblutung in den Kapillaren, was als Erwärmung des Körpers wahrgenommen wird. Das…

  • Warum nur Blumen pflücken? Jetzt die Hausapotheke aufstocken!

    Warum nur Blumen pflücken? Echte Kamille sammeln! Der Sommer macht gute Laune. Er berührt all unsere Sinne. Sonnenschein verwöhnt unsere Haut. Die Augen erfreuen sich an den Farben der Blüten, am Grün der Bäume, Felder und Wiesen. Wenn der Wind sanft weht, erheitern Aromen und Düfte blühender Pflanzen unseren Geruchssinn. Einen unverkennbaren süsslichen Duft

  • |

    Nelkenwurze – freundliche Wiesenbewohner

    Nelkenwurzen (Geum) Nelkenwurzen (Geum) sind schmückende Wiesenbewohner. Am eindrücklichsten ist der Bach-Nelkenwurz (Geum rivale) mit seinen lampionförmigen Blüten. Er mag gerne einen feuchten Untergrund. Hingegen sein Bruder – der Echte Nelkenwurz (Geum urbanum) mag es gerne trockener. Auf den ersten Blick wird er gerne mit anderen gelbblühenden Wiesenbewohnern verwechselt, die ebenfalls eine fünfzählige Blüte haben….

  • |

    Lavendel – der Duft des Sommers

    Lavendel (Lavandula angustifolia) Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammend wurde der Lavendel bereits ab dem frühen Mittelalter nördlich der Alpen kultiviert. Er gehört zur Familie der Lippenblütler und zeichnet sich durch eine grosse Artenvielfalt aus. Die Heilkundige Benediktinerin Hildegard von Bingen beschrieb ihn mit folgenden Worten: “ Sein Duft macht die Augen klar, denn er hat…

  • |

    Lungenkraut – das Raublatt

    Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) Das kleine gefleckte Kraut hat einen überaus guten Ruf, wenn auch die Wirkung als Heilpflanze für die Atmungsorgane wissenschaftlich nicht anerkannt ist. Hildegard von Bingen empfahl die Einnahme von Lungenkraut-Wein bei Erkrankungen der Atemwege. Paracelsus verwendete es sogar als Asthma-Mittel. Die Verwendung in den Anwendungsgebieten der Atmungsorgane entstammt der Signaturenlehre. Die getüpfelten Blätter…