Der Heilziest drängt sich nicht auf. Er will gefunden werden. Von den Menschen wie von den Bienen, deren liebstes Futter er ist.
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Heil-Ziest – das gute Bienenfutter

Heil-Ziest (Betonica officinalis)

Bekannt ist der Heil-Ziest auch unter dem Namen echte Betonie. In ländlichen Gegenden wird es gerne als Amulettkraut bezeichnet. Man rechnet der kleinen Pflanze mit den süsslich duftenden Blütenständen Kräfte zum Abwehr von Hexenzauber zu. Unklare Quellen behaupten, es wirke aufbauend das Kraut zu rauchen. Die Äbtissin Hildegard von Bingen wurde da schon deutlicher: „wer von falschen Träumen geplagt zu werden pflegt, der trage Betonicakraut bei sich.“

In der Volksmedizin wird getrockneter Ziest als Füllstoff für Schlafkissen verwendet, um Schlafloskeit und Albträume abzuwehren.

Das Amulettkraut oder auch Heilziest ist eine sehr ergiebige Nahrungsquelle für Insekten.

Inhaltsstoffe:

Gerbstoffe, Bitterstoffe, Cholin, Glykosoide, Betaine

Wirkung:

blutstillend, adstringierend, kräftigend

Betonie oder Ziest galt lange Zeiten als Heil- oder auch Zauberplfanze.

Die Anerkennung als Arzneipflanze besteht nicht. Es wurden keine Monografien seitens der Kommision E des BfArM oder der EMA/HMPC für den Heil-Ziest erstellt.

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