Johanniskraut nennen manche Sonnenfänger.
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Johanniskraut – allein die Blüten stimmen froh

Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Die knallgelben Blüten des Johanniskrauts künden vom Mitsommer. Sonnenwenden waren schon immer für die naturnahen Völker von grosser Bedeutung. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Heilige Johannes mit Namenstag am 24. Juni als Namensgeber für das Heilkraut fungiert. Sein Geburtstag liegt genau sechs Monate vor Christi Geburt. Es ranken sich eine Menge Mythen um das Johanniskraut und den ihm zugeschriebenen Kräften.

Johanniskraut ist der bekannteste pflanzliche Stimmungsaufheller

Fakt ist, das Johanniskraut ist eine anerkannte Heilpflanze, die gegen mentale Verstimmungen eingesetzt werden kann. In vielfältigen Darreichungsformen wird sie verabreicht, z.B. als Tee, Tinktur oder Elixier. Die Kraft der Sonne bildet in der Pflanze den wertvollen Inhaltsstoff Hypericin. Der Inhaltsstoff scheint nicht nur gegen Depressionen zu helfen. Aktuelle Studien beschäftigen sich mit dem Wirkstoff Hypericin im Zusammenhang mit der Beeinflussung des Zellwachstums.

Die kleinen schwarzen Punkte an den Blatträndern sind Drüsen, aus den das Johanniskraut rötliche Tropfen ausschwitzt.

Die Monografie des Johanniskrauts der EMA/HMPC finden Sie hier: Monografie Johanniskraut (Hypericum perforatum, herba)

Geduld ist bei der Einnahme von Johanniskraut gefordert. Es ist kein schnellwirkendes Mittel. Das Johanniskraut ist ein langsam wirkendes Heilkraut. Für eine akute Behandlung von Stimmungsschwankungen ist es nicht geeignet. Daher wird generell die Einnahme über einen längeren Zeitraum (2-4 Wochen) empfohlen.

Achtung! Scheuen Sie sich nicht, bei tiefer Traurigkeit, Erschöpfung, Depression und anhaltenden Unruhezuständen professionelle Hilfe zu suchen und Ihren Hausarzt zu konsultieren!

Inhaltsstoffe:

Myristinsäure, Hyperinrot, Phytosterin, Stearin, Taraxasterol, Violaxanthin, Beta-Sitosterol, Phytosterole

Wirkung: 

beruhigend, antibakteriell, blutbildend, krampflösend

Gegenanzeigen:

Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen.

Trotz aller Vorteile, welche die Verwendung von Johanniskraut bietet, kann es zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen, wenn Sie gleichzeitig Medikamente oder Verhütungsmittel einnehmen. Auf jeden Fall sollten Sie das vorher mit Ihrem Arzt besprechen!

Zur gleichzeitigen Anwendung mit Cyclosporin, Tacrolimus zur systemischen Anwendung, Amprenavir, Indinavir und anderen Proteasehemmern, Irinotecan und Warfarin fragen Sie bitte unbedingt Ihren behandelnden Arzt!

Bei gleichzeitiger Verwendung von Kontrazeptiva (Verhütungsmittel) konsultieren Sie bitte Ihren Frauenarzt.

Die Einnahme von Johanniskraut-Produkten erhöht die UV-Lichtempfindlichkeit. Bitte schützen Sie sich vor übermässiger Sonneneinstrahlung.

Johanniskrautblüten vor blühendem Heidekraut in der Lüneburger Heide.

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