|

Gilbweiderich – der unbekannte Felberich

Leuchtend gelbe Blüten des Gilbweiderichs

Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)

Der Gilbweiderich findet sich in einigen Kräuterbüchern wieder. Die Bedeutung als Heilkraut scheint gering. Beschriebene Anwendungsgebiete sind Husten, Nervosität und Schlaflosigkeit. Erwähnung findet er u.a. für die Verwendung in der Frühjahrsküche als Vitamin-C-Spender.

Freudenspender sind auf jeden Fall seine leuchtenden gelben Blütenstände. Auf die Sinne wirkt die Farbe Gelb optimistisch, konzentrationsfördernd und mindert Ängste.

Inhaltsstoffe: 

Enzyme, Gerbstoffe, Glykoside, Saponin, Vitamin C

Wirkung:

wundheilungsfördernd, adstringierend

Weder die Kommission E beim AfrAM noch die EMA/HMPC haben eine Monografie des Gilweiderichs veröffentlicht. Die Heilwirkung der Pflanze kann nicht als gesichert angesehen werden.

Ähnliche Beiträge

  • |

    Dill – das sommerliche Würzkraut

    Dill (Anethum graveolens) Über den Dill berichteten bereits die Väter der abendländischen Heilkunde, dass in erster Linie seine Samen von heilkräftiger Wirkung seien. Das würzige Dillkraut und die Wurzeln seien nachrangig zu behandeln. Für den Gärtner ist das alles ganz einfach: das würzige und feinfiedrige Dillkraut wandert in den Gurkensalat. Die Samen hingegen lohnt es,…

  • |

    Huflattich – Blüten gegen Husten

    Huflattich (Tussilago farfara) Leuchtend gelbe Huflattichblüten sind das erste pflanzliche Hustenmittel, das bereits am Ende der Erkältungssaison zum Sammeln einlädt. Sie sind nicht schwer zu finden. Im Frühjahr besiedeln auffällige Blütenkolonien vorzugweise sandige und durchlässige Böden. Später im Jahr entwickelt er ein grobes Geflecht mit grossen ausgeprägten Blättern. Die kleinen zierlichen Blütenköpfe werden im Frühjahr…

  • |

    Enzianwurzel – der bittere gelbe Bruder

    Enzianwurzel (Gentianae radix) Der Gelbe Enzian (Gentiana lutea) wächst auf Almen und Hochgebirgswiesen. Er ist der grosse Bruder des kleinen blaublühenden Enzians. Sein hoher aufrechter Wuchs mit seinen gelben Blütenkränzen lässt ihn auf Wiesen leicht erkennen. Allerdings besteht eine Ähnlichkeit mit dem giftigen Weissen Germer (Veratrum album) und somit Verwechslungsgefahr. Typisch für den Gelben Enzian…

  • |

    Kornblume – das blaue Wunder

    Kornblume (Centaurea cyanus) Für Kräutertees ist die Kornblume ein beliebter Farbgeber. Das nennt man Schmuckdroge. Ihre Wirkung als Heilpflanze entspringt Überlieferungen und konnte wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden. Zugeschriebene Anwendungsgebiete in der Volksmedizin sind Probleme mit der Haut und dem Verdauungsapparat. Die Wirkung als Heilpflanze wird nicht in der Monografie des BGA/BfArM (Kommission E) und auch nicht durch die…

  • |

    Weisse Taubnessel – die Wiesenschöne

    Weisse Taubnessel (Lamium album) Sie ist mein Lieblingsunkraut: die weisse Taubnessel! Voller Unschuld wachsen die Triebe der weißen Taubnesseln mitten in Gräsern und Büscheln, auf Halden und an Wegesrändern. Ihre dunkelgrünen Blätter gleichen denen der Brennnessel. Im Gegensatz zu ihrer Schwester nesseln und brennen sie nicht, sondern sind mit einem zarten weichen Flaum von harmlosen…

  • |

    Goldmohn – der eingereiste Kalifornier

    Goldmohn (Eschscholzia californica) Wahrscheinlich wurde jeder im Laufe seines Lebens schon einmal mehr oder weniger liebevoll Schlafmützchen genannt. Das ist kein Grund, das als Schmähung eines langen guten Schlafes zu sehen. Vielmehr ist damit die leuchtend goldgelbe Blüte des Kalifornischen Mohns gemeint. Kappenmohn, Kalifornischer Mohn oder Schlafmützchen sind weitere Namensvarianten des gelbblütigen Artverwandten aus Übersee….