Das Labkraut kann die pflanzliche Alternative zur Fermentierung von Milch bei der Käsegewinnung sein.
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Echtes Labkraut – der Käsefreund

Echtes Labkraut (Galium verum)

Eine weitere gebräuchliche Bezeichnung im Volksmund für das echte Labkraut ist Liebfrauenstroh. Das frische Labkraut enthält ein Ferment, dass zur Käseherstellung verwendet werden kann. So soll der weltbekannte Chesterkäse noch heute mit diesem Kraut hergestellt werden. Die Farbstoffe der Pflanze geben dem Käse sein unverwechselbares Aussehen.

Gelb leuchten die Blütenstände des Labkrauts von Mai bis September aus wilden Sommerwiesen. Die winzigen Blüten sind eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und verströmen einen honigartigen Duft.

Vielleicht doch mehr als Käse?

Die Bekanntheit als Heilpflanze ist gering, obwohl in der Volksmedizin Anwendungsgebiete wie die Behandlung von juckenden Ekzemen, Hautproblemen und Entgiftungen beschrieben sind. Die Heilwirkungen des Labkrautes sind bisher nicht sicher belegt. Aus diesem Grunde wurden bisher keine Monografien der Kommission E oder des EMA/HMPC veröffentlicht. Dennoch scheint die Pflanze ein therapeutisches Potenzial zu besitzen. Forschungen an der Universitätsklinik Würzburg weisen hoffnungsvoll auf einen Ansatz zur Verwendung bei der Therapie von Tumoren im Hals-Kopf-Bereich. Mehr dazu erfahren Sie unter diesem Link: egms.de

Inhaltsstoffe:

ätherisches Öl, Chlorogensäure, Flavonoide, Glykoside,  Saponine, Zitronensäure

Wirkung:

harntreibend, krampflösend, schleimlösend, blutreinigend, lymphsystemableitend

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