Gänsefingerkraut – der Krampflöser

Bereits unsere Urahnen verwendeten Gänsefingerkraut wegen seiner krampflösenden Eigenschaften.

Gänsefingerkraut (Potentillae anserinae herba)

Die fünf gelben Blütenblätter erinnern an die bekannten hochstengeligen Butterblumen. Das Gänsefingerkraut ist hingegen ein Kriecher mit ausgeprägten gefiederten Blättern. Mit sehr viel Fantasie entdeckt man in der Form der Blätter die Gestalt von Gänsefingern. Nährstoffreiche Wiesen mag das Gänsefingerkraut und ist daher auch sehr oft in bester Gesellschaft mit anderen nutzbaren Kräutern anzutreffen.

Die krampflösende Wirkung des Krautes kannten und schätzten bereits unsere Urahnen. Oft wird es auch als Krampfkraut bezeichnet. Die Kommission E hat in ihrer Monografie die nachfolgenden Indikationen dem Heilkraut zuerkannt. Ein Tee zubereitet mit Gänsefingerkraut kann aufgrund der krampflösenden Eigenschaften helfen bei Beschwerden im Zusammenhang mit der Regelblutungen. Ein weiteres Anwendungsgebiet sind Krämpfe und Koliken bei leichten, unspezifischen, akuten Durchfallerkrankungen. Die adstringierende Wirkung des Krautes kann auch die Linderung von Problemen mit den Mund- und Rachenschleimhäuten unterstützen.

Inhaltsstoffe:

Cholin, Cumarine, Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe, Kaempferol, Schleimstoffe

Wirkung:

adstringierend, krampflösend

Gegenanzeigen:

Sollte ein Reizdarmleiden vorliegen, ist von der Verwendung des Gänsefingerkrauts abzuraten. Es kann zur Verstärkung der Beschwerden führen.