Aktualisierung bestehender Pflanzen-Monografien

Die EMA/HMPC hat einige Aktualisierungen bestehender Monografie veröffentlicht.

Anpassungen bei den Heilwirkungen mehrerer Pflanzen

Das Komitee für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine Reihe von Aktualisierungen an bereits existierenden Monografien vorgenommen. Die Agentur und das Komitee sind zuständig für die Beurteilung, die Bewertung und Zusammenstellung wissenschaftlicher Daten zu pflanzlichen Stoffen, Zubereitungen und Kombinationen. Ihre Aufgabe ist es unterstützend zur Harmonisierung des europäischen Medizinmarktes beizutragen. In den Wirkungsbeschreibungen der Pflanzen orientiert sich Wiesenwohl an den Veröffentlichungen der EmA/HMPC, des BfArM und der ESCOP. Dem entsprechend wurden die betroffenen Beschreibungen von Heilpflanzen und -kräutern auf unserer Webseite angepasst und die dazu hinterlegten Monografien ggf. ausgetauscht.

Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus)

Eine Studie scheint die Wirksamkeit von Mönchspfeffer-Extrakten beim prämenstruellen Syndrom zu bestätigen. Die untersuchten Frauen reagierten auf die Anwendungen mit Verbesserungen bei Menstruationssymptomen wie Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Wut, Kopfschmerzen und Brustfülle. Ergänzt wurden mögliche Nebenwirkungen bei der Einnahme von Mönchspfeffer-Extrakten.

Mönchspfeffer – wirksamer als gedacht

Gewöhnliche Nachtkerze (Oenothera biennis)

Die Neurodermitis wird als Anwendungsgebiet von Nachtkerzenöl von der EMA/HMPC nicht mehr anerkannt. Lediglich die Eignung zur Behandlung von trockener Haut durch orale Aufnahme von Nachtkerzenöl wird bestätigt. Die Beschreibung wurde um mögliche Nebenwirkungen bei der Einnahme von Nachtkerzenölpräparaten ergänzt.

Nachtkerze – das Öl für die Haut

Roter Sonnenhut (Echinacea)

Erweitert wurde das Wirkungsspektrum des Roten Sonnenhuts neben der prophylaktischen Immunstimulation zur Verhütung von Erkältungssymptomen um die sofortige Einnahme bei ersten Anzeichen einer Erkältung.

Roter Sonnenhut – Begleiter für alle Jahreszeiten

Efeu (Hedera helix)

Bestätigt wurde die Wirkung von Efeublattpräparaten als Expektorans (ein Arzneimittel, das hilft, Schleim hervorzurufen) und zur Erzeugung von produktiven Husten verwendet werden kann. Ergänzt wurden die möglichen Nebenwirkungen.

Efeu – der Hustenstiller

 

Mariendistel (Silybum marianum)

Die EMA/HMPC hat eine Monografie für die Silberdistel veröffentlicht und darin die positiven Effekte für die Leber bei der Einnahme bestätigt.

Mariendistel – die mystische Heilerin

Hafer (Avena sativa)

Dem Haferstroh in der Vewendung als Kräutertee wurde die lindernde Wirkung bei Schlafstörungen und vorübergehende Schlaflosigkeit, psychischen Stress- und Stimmungsschwankungen zuerkannt.

Hafer – der Kraftspender