Auf feuchten Waldböden mit viel altem Laub fühlt sich er Sauerklee wohl und breitet sich in kleinen Feldern aus.

Über den grünen Klee

Mehr als 245 Arten umfasst die Pflanzengattung Trifolium, zu deutsch: der Klee. Das Typische am Klee ist seine Blattform. Drei obenständige Laubblätter stehen um einen Knoten nebeneinander. Oberflächlich betrachtet bilden die drei Laubblättchen eine Einheit. Das inspirierte einst einen irischen Mönch namens Patrick zur einer fast banalen aber sehr bildhaften Erläuterung der heiligen Dreieinigkeit. Seine Persönlichkeit und die des Gleichnisses beeindruckten die Iren so sehr, dass sie ihn als Nationalheiligen verherrlichen, fleissige Christen wurden und das grüne Kleeblatt zu ihrem Nationalsymbol erhoben.

„So wie die drei getrennt wachsenden drei Blätter ein Kleeblatt bilden, so bilden die drei göttlichen selbständigen Personen, Vater, Sohn und Heiliger Geist, die eine wahre Gottheit.“

Sankt Patrick

Jedes Jahr am 17. März, dem Namens- und zugleich Sterbetag des Sankt Patrick, wird die irische Insel ausgelassen grün, um ihrem Heiligen zu gedenken und ihn ordentlich zu feiern.

Heiliger Patrick – viele Geschichten und Legenden

Falsch ist, dass Patricius – so die lateinische Variante seines Namens – beruflich als Vertreter einer bekannten irischen Brauerei gearbeitet hat. Ebenfalls nicht zutreffend ist, dass er am Aufbau eines Netzwerks und Imperiums an Bierausschänken und Vergnügungslokalen in Europa beteiligt war. Er ist ebenfalls keine einfallsreich kreierte Werbeikone der irischen Tourismusindustrie.

Vierblättrige Kleeblätter gelten gemeinhin als Glückbringer. Sie sind jedoch reine Anomalien der Natur.

Richtig ist, dass Patricius als Priester auf die irische Insel kam, um die keltischen Bewohner zu missionieren. Zutreffend ist, dass er ein Bischofsamt inne hatte und heute als Patron von Irland verehrt wird. Daneben gilt er als Schutzheiliger gegen Ungeziefer und Krankheiten der Haustiere, gegen das Böse und als Fürsprecher für die armen Seelen.

Zum Lob des Klees

Beim Klee handelt es sich meistens um ein- oder zweijährige Pflanzen. Spätestens beim Versuch den Glücksklee von Neujahr übers Jahr zu retten, müssen wir das leidvoll anerkennen. Klee ist ein wichtiger Futterlieferant für die viehzüchtende Landwirtschaft. Seit dem 18. Jahrhundert wird Klee auch als Kulturpflanze zur Futtermittelgewinnung angebaut. Wir kennen ihn meist von saftigen Wiesen und den Sauerklee aus lichten Waldbeständen.

Rotklee ist eine reiche Quelle für die sogenannten Phytohormone.

Heilende Vertreter der Gattung Trifolium

Es gibt eine Reihe von Heilpflanzen und Heilkräutern, die namentlich mit dem Klee in Verbindung gebracht werden. Tatsächlich werden sie anderen Pflanzengattungen zugeordnet. Der Rotklee, ein bei Landwirten beliebtes Futtermittel. Er entwickelt in seinen Pflanzenbestandteilen Phytoestrogene, die Frauen bei typischen Beschwerden in den Wechseljahren helfen können.

Der gelbe Steinklee wächst an Feldrainen und Wegrändern. Seine Blätter wirken bei Ödemen in den Beinen aufgrund gestörten venösen Rückflusses.

Artenreiche Pflanzengattung

Keiner weiss so recht, wo das Sprichwort herkommt: „Etwas über den grünen Klee loben.“ Das Grün seiner Blätter ist zwar typisch, aber die Vielzahl an Blütenformen und -farben sind auf jeden Fall entdeckenswert.

An der Form seiner Blätter verrät sich der Hornschoten-Klee, obwohl er ein aufragender Kandidat ist.
Hornschoten-Klee
Inkarnat-Klee wird auch Blutklee oder Rosenklee genannt.
Inkarnat-Klee
Blühender Sauerklee in einem Buchenwald
Blühender Sauerklee
Berg-Wundklee wurde wohl zur Heilung von Wunden verwendet.
Berg-Wundklee
Kleine weisse Blütenbällchen drücken sich in die flachen Sommerwiesen.
Weisser Klee
Gelber Klee in den Bergen oberhalb von Palermo.
Gelber Klee
Rotkleeblüten
Rotkleeblüten
Die filigranen Blüten des Fieberklees sind wahre Kunstwerke der Natur.
Fieberklee
Rotbluehender Klee (Trifolium oxalis)
Rotbluehender Klee (Trifolium oxalis)

Quellen:

https://www.katholisch.de/

https://www.collegium-orientale.de/

Ähnliche Beiträge

  • Mimikry mit Kamillentee

    Beinahe namensgleich wurden zwei wissenschaftliche Studien zur Kamille im letzten Quartal des Jahres 2022 veröffentlicht. Auffällig sind nicht nur allein die zufällig ähnlichen Aufgabenstellungen, auch die Systematik in der Aufbereitung lässt aufmerken.  Kaum zu glauben aber wahr. Die Tradition des Abschreibens und Plagiierens in der Wissenschaft hat trotz zahlreicher und wirkungsvoller Check-Tools nicht an Lebendigkeit…

  • Überraschung: Benediktenkraut heilt Nerven!

    Rund 1,2 Mio. Euro hatte sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung eine Studie zur Erforschung eines Wirkstoffs aus dem Benediktenkraut (Cnicus Benedictus) kosten lassen. Das zeigt wieder einmal, dass wissenschaftliche Studien zu natürlichen Heilstoffen nicht zum Nulltarif zu haben sind. In diesem Fall zahlte sich die Förderung durch die öffentliche Hand aus. Sie war…

  • Ein Hoch auf die Blütenvielfalt!

    Können die negativen Effekte von Insektiziden auf unsere Insektenvielfalt mit einem besseren und vor allem vielfältigeren Nahrungsangebot ausgeglichen werden? Dieser Frage ging ein Forscherteam der Universität Göttingen, des Berliner Julius Kühn-Instituts und der Universität Hohenheim nach. Sie untersuchten die Brutentwicklung von Wildbienen (Osmia bicornis) bei einem Futterangebot aus artenreichen Blütenmischungen im Vergleich zu Monokulturen und…

  • |

    Kalmus – der aus dem Sumpf kommt

    Kalmus (Acorus calamus) Die Blüte zur Zierde und die Wurzeln zur Heilung, so liesse sich der Kalmus beschreiben, wenn die Zulassungsbehörden nicht wegen einiger Unstimmigkeiten ihm die Anerkennung als Heilpflanze verwehrt hätten. Hauptschuldiger ist das β-Asaron, ein isomeres Phenylpropanoid, das in fast allen Kalmussorten nachweisbar ist. β-Asaron wird aufgrund einer vermuteten karzogenen Wirkung als gesundheitsschädlich eingestuft….

  • |

    Hauswurz – der Immerlebende

    Hauswurz (Sempervivum) Der Hauswurz ist eine einheimische Sukkulente. Die dickfleischigen Blätter speichern das Wasser, wie wir es vom Aloe Vera kennen. Laut Signaturlehre zählt der Hauswurz zu den Mondpflanzen. Typische Eigenschaften der Mondpflanzen sind, dass sie beruhigend, besänftigend, befeuchtend und kühlend wirken. Tatsächlich entfaltet das in den Blättern enthaltene Gel genau diese Wirkung bei Verbrennungen,…

  • Gemmotherapie – Heilen mit Knospen

    Jetzt im tiefen Winter, wenn noch nichts wächst und grünt, schauen wir gespannt auf die Knospen an Bäumen und Sträuchern. Abhängig von der Sonneneinstrahlung und vom Regen verströmen einige von ihnen einen ganz besonderen Geruch. Er stammt vom schützenden Harz der jungen Triebe und Blattspitzen. Feinfühlige Nasen können den Fortschritt des nahen Frühlings riechen. Sie…