Bachnelkenwurz – ein freundlicher Wiesenbewohner

Wie ein kleiner Lampenladen präsentieren sich die zur Hälfte aufgenblühten Bachnellkenwurze.

Bach-Nelkenwurz (Geum rivale)

Den Bachnelkenwurz findet man an Bachufern, Gräben und in feuchten Wiesen. Er bevorzugt schattige Lagen und humusreiche Böden. Bekannt ist er auch unter den Bezeichnungen Bachbenedikt, Blutströpfchen, Wasserbenedikt oder auch Wasserwurz.

Die Wurzeln der Pflanze enthalten das ätherische Öl Eugenol, das der geschmacksbildende Stoff bei den Gewürznelken ist. Von diesem enthaltenen Aromastoff ist wohl der Name der Wiesenpflanze abgeleitet. Zum Teil wurden in der Vergangenheit die Wurzeln in der Küche als Nelken-Ersatz verwendet.

Er mag es feucht und in guter Gesellschaft anderer Pflanzen, der Bachnelkenwurz.
Er mag es feucht und in guter Gesellschaft anderer Pflanzen, der Bachnelkenwurz.

Als Heilkraut hat die Wiesenpflanze im Laufe der Zeit an Bedeutung verloren. So existieren keine Monografien der Kommission E oder des EMA/HMP. In der Volksmedizin gibt es Verweise auf mögliche Anwendungen bei Magen- und Darmproblemen oder leichten Entzündungen im Mundraum. Hierbei werden die Zubereitungen (Tee oder Auszüge) aus den Wurzeln erzeugt.

Inhaltsstoffe:  

ätherische Öle, u.a. Eugenol, Bitter-, Gerbstoffe, Glykoside, Harze

Wirkung: 

antibakteriell, schweißtreibend, entzündungshemmend, adstringierend