Schwarze Johannisbeeren im Klostergarten der Abbaye Mondaye.
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Die schwarze Johannisbeere – ein Universalgenie

Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum)

Die herben Früchte der schwarzen Johannisbeere wecken Begehrlichkeiten, auch wenn die Beliebtheit des Erntens an ihre Grenzen stößt. Erleichternd wirken unter anderem bei der Marmeladenherstellung die wertvollen Pektine der Johannisbeerfrüchte. Erwiesenermassen sind sie förderlich für eine ausgeglichene Darmflora.

Die Blätter sind es, nicht die Früchte …!

Neben den Früchten sind die Blätter des Johannisbeerstrauches auch eine hervorragende Grundlage für Heiltees. Am besten eignen sich die Blätter unmittelbar nach der Blüte des Strauches. Sie können frisch verwendet oder auch für den ganzjährigen Kräutervorrat getrocknet werden.

schwarze Johannisbeere

Die Monografie des EMA/HMPC finden Sie hier zum Nachlesen: Schwarze Johannisbeere Blätter (Ribes nigrum L., folium)

Schwarze Johannisbeerblätter bei Gelenkschmerzen

Die Blätter des Strauches der Schwarzen Johannisbeere sind ein anerkanntes traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Linderung von leichten Gelenkschmerzen.

Weil Teezubereitungen aus den Blättern der Schwarzen Johannisbeere den Harnfluss verstärken und zur Erhöhung der Urin-Menge beitragen, sind sie ein geeignetes Mittel bei leichten Harnwegs-Beschwerden. Ihre Anerkennung als ein traditionelles pflanzliches Arzneimittel verdanken die Blätter der Schwarzen Johannisbeere in erster Linie ihrer langen und bewährten Anwendung bei den oben genannten Indikationen.

Der Anwendungszeitraum sollte ohne ärztlichen Rat 2-4 Wochen nicht übersteigen.

Inhaltsstoffe:

Gerbstoffe, Flavonoide, Phenolcarbonsäuren

Wirkung:

harntreibend, enzymhemmend

Gegenanzeigen:

Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen.

Bei gleichzeitiger Verwendung von synthetischer Diurethika, Bestehen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sowie Nierenerkrankungen sollten Sie unbedingt vor Einnahme oder Anwendung ärztlichen Rat einholen.

Suchen Sie bitte unbedingt einen Arzt auf:

falls keine Verbesserung der Beschwerden eintritt.

Fieber, Krämpfe, Blut im Urin, Harnverhaltung auftreten.

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