Es gibt 15 bis 30 Malven-Arten innerhalb der Gattung der Malven. Sie sind alle prächtig und einige von ihnen heilkräftig. Am Bachlauf im Schweizer Engelberg entdeckten wir die Rosen-Malven (Malva alcea).
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Malven – Schönheiten mit Charakter

Malve (Malva)

Malven sind eine relativ kleine Pflanzengattung. Je nach Zählweise gibt es dreizehn einheimische oder eingebürgerte Malvenarten und sechs weitere, vereinzelt auftretende Arten, die verwildert sind. Mundsprachlich werden Malven in einigen Regionen auch Pappeln genannt. Malven kommen fast überall in Europa vor. Nur im Norden sind sie rar. Sie sind zwar robuste Pflanzen, mögen aber eher ein mildes Klima, die Sonne und das Licht. Wohl fühlen sie sich in tiefgründigen, nährstoffreichen Böden, in sonnigen oder halbschattigen Lagen. Gärten, Böschungen, Brachflächen, Weiden und Gebiete mit Tieren sind ihre bevorzugten Standorte.

„Die Malve ist kühlend im ersten Grad, befeuchtend im zweiten.“ So beschreiben die Väter der Medizinschule von Salerno bereits im 12. Jahrhundert ihre Wirkung. Im Vergleich zu den heutigen Verwendungen bei Husten, Rachenreizungen und Darmbeschwerden, können wir die Beschreibung als treffend nachvollziehen. Welche der Malven die Heilkundigen von Salerno damit meinten, darüber lässt sich nur spekulieren. Es kommen genau zwei Kandidaten dafür in Frage. Die Wilde Malve (Malva sylvestris) und die Weg-Malve (Malva neglecta).

Moschus-Malven sind einfach nur schön und erfreuen das Herz.

Oft übersehen werden dabei vielen Artgenossen innerhalb der Gattung Malven. Einige von ihnen sind regelrecht ortsgebunden. Hingegen andere sind fast überall in Mittel- und Südeuropa zuhause. Sehens- und beachtenswert sind sie alle. Anerkannt als Heilpflanzen sind lediglich die Weg-Malve (Malva neglecta) und die Wilde Malve (Malva sylvestris).

Blüten der Käsepappel

Bevorzugt werden die Blütenblätter der Malve für Teezubereitungen. Sie geben den Teegetränken eine schöne Farbe und einen Wohlgeschmack. Die Blätter ergeben einen goldgelben Kräutertee-Aufguss mit sichtbar schwebenden Schleimstoffen. Ihre Wurzeln sind im Geschmack herber, aber ihre schleimbildenden Stoffe können den Heilungsprozess bei leichten Reizungen im Hals und Rachenraum, sowie bei Verdauungsbeschwerden beschleunigen.

Malva aborea auf einer griechischen Insel als Vertreterin der Wilden Malven.

Geschätzt werden in der Volksmedizin alle Malvenarten. Wo die beiden anerkannten Heilpflanzenarten nicht wachsen, werden dann die regionalen Arten verwendet.

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