Heiligenkraut, Zypressenkraut (Santolina chamaecyparissus) ist ein Küchengewürz und Duftkraut. In der Naturheilkunde wurde es früher zur Bekämpfung von Parasiten verwendet.
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Santonlina – das Heiligen- oder Zypressenkraut

Heiligen- oder Zypressenkraut (Santolina chamaecyparissus)

Das kleine duftende widerstandsfähige Kraut eignet sich vor allem zum Einfassen von Rabatten und Gräbern. Bei Landschaftsgärtnern ist es sehr beliebt. Mit den silbrig grauen Stauden lassen sich schöne Kontraste bei Zierbepflanzungen erzielen. Die Blütenfarben der in Nachbarschaft gepflanzten Blumen erfahren mit der Kombination des grüngrauen filzigen Krautes eine besondere Betonung. Besonders edel erscheint es bei seiner Blüte, wenn das Kraut sich mit seinen kleinen gelben Blütenknöpfen schmückt.

Der würzige Duft assoziiert, dass sich hinter seinen Aromen heilende Wirkungen verbergen könnten. Dem ist leider nicht so. Die Naturheilkunde verwendete es in früheren Zeiten zur Bekämpfung von Parasiten. Bei Würmern und anderen Darmparasiten gibt es bessere und zuverlässigere Mittel. Hinweise für eine verlässliche und sichere Wirkung finden sich nicht in der Fachliteratur.

In diesem Falle sollte die ausgleichende Wirkung des Heiligen- oder Zypressenkrauts auf die Psyche beim Betrachten genügen.

Santolina etrusca: und auch die Arten S. chamaecyparissus, S. insularis, S. neapolitana und S. oblongifolia werden in der traditionelle Volksmedizin verwendet.
Santolina etrusca: und auch die Arten S. chamaecyparissus, S. insularis, S. neapolitana und S. oblongifolia werden in der traditionelle Volksmedizin verwendet.

Inhaltsstoffe:

Terpenoide, Cumarine, Flavonoide 

Wirkung:

antimikrobiell, entzündungshemmend, krampflösend, schmerzlindernd

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