Die Blüten des Klatschmohns werden als Farbspender Kräutertees beigemengt.
|

Klatschmohn – schön, aber nicht beruhigend

Klatschmohn (Papaver rhoeas)

Die Blütenblätter des Klatschmohns werden gerne zur Farbgebung von Tees eingesetzt. Die Zuschreibungen beruhigender und nervenstärkender Wirkungen beruhen auf Überlieferungen, und sind wissenschaftlich nicht anerkannt. Diese finden sich eher bei seinem Bruder dem echten Mohn.

Die intensiv färbenden Blütenblätter können zum Einfärben von Lebensmitteln und auch als Schmuckdrogen für Kräuterteemischungen verwendet werden.

Klatschmohn ist ein Zeichen des beginnenden Sommers und ohne jegliche heilende Wirkung. Die bleibt seinen gehaltvollen Geschwistern vorbehalten.

Der Klatschmohn wurde nicht durch BGA/BfArM (Kommission E) und auch nicht durch die HMPC als Heilpflanze anerkannt.

Inhaltsstoffe:

Gerbstoffe, Bitterstoffe, Alkaloid Rhoeadin, Saponine, roter Farbstoff

Ähnliche Beiträge

  • Neue Schmerzstiller dank Efeu

    Ein Inhaltsstoff des Efeus blockiert Rezeptor zur Schmerzregulation Deutsche Wissenschaftler identifizierten erneut einen wichtigen pflanzlichen Inhaltsstoff, der den Weg für neue Medikamente ebnen könnte. Diesmal wurden sie bei der allbekannten Heilpflanze Efeu (Hedera helix) fündig. Auf der Suche nach Hemmstoffen, die an der Schmerzwahrnehmung beteiligte Proteine blockieren, stiess ein Forscherteam der Universität Leipzig auf den…

  • Artemisia und ihre Schwestern

    Vom Wermut und anderen aromatischen Kräutern Eines der bekanntesten Anbaugebiete für Wermutkraut (Absinthii herba) liegt im französisch-schweizerischen Grenzgebiet des Val de Traverse. Für die Absinthkräuter herrschen im Haut-Doubs ideale Bedingungen. Die Pflanzen lieben flachgründige Böden, kontinentales Klima und Höhenlagen. Der Wermut (Artemisia absinthium L.) wird seit alters her rings um Neuchâtel angebaut. Die Bewohner behaupten…

  • März-Veilchen

    März-Veilchen (Viola odorata) März- oder auch Duftveilchen sind kein Zeichen der zunehmenden Klimaveränderung. Tatsächlich gehören sie zu den ersten Frühlingsboten und ihre Blütezeit ist schon der März. Erst im Mai folgen dann ihre Schwestern die Hain-Veilchen (Viola riviniana), die sich in Laubwäldern zu Hause fühlen. Ihre aromatischen Blüten sind begehrt. Kandiert bzw. in Zucker eingelegt und…

  • Ganz ruhig werden!

    Mit der Kraft heilender Kräuter endlich Ruhe finden. Es gibt einfach Situationen, in denen das altbewährte Mantra „Immer mit der Ruhe!“ nicht mehr weiterhilft. Das Herz schlägt bis zum Hals. Die Gedanken schwirren. Gelassenheit und klares Denken werden zur Herausforderung. Rastlosigkeit und Gereiztheit bestimmen die Tagesordnung. Wer kennt das nicht? Ein altes Hausrezept Selbst die…

  • Leberblümchen – was für ein Name

    Leberblümchen (Hepatica nobilis) Wie der Name schon sagt, ist der an sonnigen Plätzen gedeihende Frühblüher ganz eng mit dem lebenswichtigen Organ Leber verbunden. Das kleine Leberblümchen gilt als einer der beispielhaftesten Vertreter der Signaturenlehre. Die Blätter des Leberblümchens besitzen die äussere dreilappige Form einer menschlichen Leber. Darauf basiert das Prinzip der Signaturenlehre. Heilwirkungen von Pflanzen…

  • Besser Schlafen mit Mutterkraut?

    Auf die innere Uhr hören? Forscher der Mashhad University of Medical Sciences sind bei ihren Untersuchungen auf schlaffördernde Eigenschaften des Mutterkraut (Tanacetum parthenium) gestossen. Sie untersuchten die Wirkung von Mutterkraut-Extrakten an Mäusen und stellten fest, sie schliefen einfach länger. Was bisher am Tiermodell beobachtet wurde, könnte für uns Menschen kurz- oder langfristig von grosser Bedeutung…