Wacholderwald in der blühenden Lüneburger Heide
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Wacholder – der aromatische Helfer

Wacholder (Juniperus communis L.)

Was wäre der Gin ohne den Wacholder?  Er wäre ein einfacher simpler Schnaps. Seine Liebhaber schätzen die aromatische Note der reifen schwarzen Früchte des Wacholderstrauches. Der Lieferant der aromatischen Früchte wird auch Heidewacholder oder auch Gemeiner Wacholder genannt. Wachholder ist in Gärten, Parks und Friedhöfen kultiviert. In freier Natur wachsen die immergrünen Büsche bevorzugt in Heidelandschaften. In der Pflanzenheilkunde wird er bei Bauchbeschwerden und kleineren Harnwegsproblemen in der Verwendung bei Tees und Aufgüssen geschätzt. Wacholder als Bestandteil von Badezusätzen verschafft Linderung bei Krämpfen, Muskelschmerzen und wirkt durchblutungsfördernd.

Ganze zwei Jahre benötigen die Wacholderbeeren zur Reifung am immergrünen Strauch. Im ersten Jahr sind sie nur grün bevor sie im zweiten sich blau einfärben.

Bei Harnwegsproblemen kann eine Durchspültherapie helfen

Wachholderfrüchte gelten als traditionelles pflanzliches Arzneimittel in verschiedenen Verwendungen. Teeaufgüsse können Harnwegsbeschwerden eingesetzt werden. Die Wirkung der Inhaltsstoffe fördert die Produktion von Urin. Das erhöht den Urinfluss und führt somit zur Spülung der Harnwege.

Bei Verdauungsstörungen wie Dyspepsie (Verdauungsstörungen im Oberbauch, Völlegefühl, Reizmagen) und Blähungen können Anwendungen mit Wachholderfrüchten in Tees Linderung verschaffen. Wachholderfrüchte sind ein anerkannt traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Verwendung in den genannten Indikationen ausschließlich aufgrund langjähriger Anwendung.

Bei der Einnahme von Zubereitungen mit Wacholderfrüchten muss auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Trinkmenge) geachtet werden. Daher sind Anwendungen mit Wacholderbeeren (Juniperus communis L., galbulus) nicht für alle Patienten gleichermassen geeignet. Wem vom Arzt eine Begrenzung der Trinkmenge oder eine reduzierte Flüssigkeitszufuhr verordnet wurde, sollte keine Zubereitungen aus Wacholderfrüchten zu sich nehmen.

Wacholder mit Früchten und Nadeln

Die Monografien des EMA/HMPC können unter diesen Links aufgerufen werden: Wacholder-Öl (Juniperi aetheroleum)Wacholder-Beeren (Juniperus communis L., pseudo-fructus)

Inhaltsstoffe:

Bitterstoffe, Kampfer, Gerbstoffe, Gerbsäure, Terpineol, Zink, ätherisches Öl, Linolensäure

Wirkung:

antibakteriell, blutbildend, blutreinigend, stoffwechselanregend

Gegenanzeigen:

Allergische Reaktionen sind möglich. Die gleichzeitige Behandlung mit synthetischen Diuretika wird nicht empfohlen. Fragen Sie Ihren Arzt vor der Verwendung!

Die Verabreichung an Kinder und Jugendliche im Alter unter 18 Jahren wird nicht empfohlen.

Nicht geeignet ist die Einnahme von Zubereitungen mit Wacholderbeeren bei schweren Nierenerkrankungen, einschließlich infektiöser interstitieller Nephritis, Pyelitis und Pyelonephritis.

Ärztlicher Rat ist gefragt, wenn:

die Beschwerden bei der Verwendung sich verschlimmern,
Fieber, Krämpfe, Harnverhaltung, Blut im Urin auftreten

Wacholdersträucher bilden sehr altes Holz und prägen Heidelandschaften wie die weltbekannte Lüneburger Heide im Norden Deutschlands.
Wacholdersträucher bilden sehr altes Holz und prägen Heidelandschaften wie die weltbekannte Lüneburger Heide im Norden Deutschlands.

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