Löwenzahn polarisiert. Er ist ein gehasstes Unkraut und geliebtes Frühjahrsgemüse.

Noch ein Grund zum Feiern!

Ein Ehrentag für eine Wiesenblume.

Falls ihr am 5. April noch nichts vorhabt, könntet ihr ja den Tag des Löwenzahns begehen. Zu diesem Zeitpunkt haben die ersten gelben Farbklekse der Blüten des Löwenzahns die Wiesen bereits erobert. Ist es einmal soweit, dann hat der Winter ein schweres Spiel. Die Nächte können zwar noch sehr kalt werden, aber der Frühling und die wärmende Sonne haben wieder das Zepter übernommen.

Wo gibt es denn so etwas?

Tag des Löwenzahns – die Initiatoren für die Auslobung dieses Ehrentags und deren Absichten liessen sich nicht recherchieren. Erfunden haben ihn jedenfalls die US-Amerikaner. Sie begehen am 5. April den National Dandelion Day. Die Beweggründe für die Würdigung des Löwenzahns (Taraxacum) mit einem Ehrentag liegen im Dunkeln. Zumal die pure Anwesenheit dieser sich üppig auf Wiesen und Grasflächen sich ausbreitenden Pflanzen polarisiert. Unkraut ist sie für die Landwirte. Menschen, die sich einer gesunden Lebensweise zugewandt haben, sehen im Löwenzahn ein wertvolles Frühjahrsgemüse. Wie so oft – beide haben recht. Mit der Bitterkeit seiner Blätter müssen alle auskommen: Menschen und Vieh.

Was haben wir davon?

Über Sinn und Zweck dieses merkwürdigen Feiertages kann man streiten. Fakt ist, wir suchen doch immer einen guten Grund zum Feiern. Hier ist er! Nennen wir es Schicksal, dass es ausgerechnet den Löwenzahn getroffen hat. Es hätte schlimmer kommen können. Egal, ob der Löwenzahn für euch Unkraut, Gemüse oder Heilpflanze ist. Seine Anwesenheit erinnert uns alle daran, dass für gewisse Dinge im Leben wir einfach uns bücken müssen!

Die gelben Blütenköpfe des Löwenzahns symbolisieren den Triumph des Frühlings über den Winter.

Ähnliche Beiträge

  • Daisy Day – Ein blumiger Feiertag!

    Hast du es gewusst? Am 28. Januar ist der Tag des Gänseblümchens. Wer hat’s erfunden? Was wohl die Amerikaner auf den Gedanken gebracht haben mag, ausgerechnet mitten im tiefsten Winter den Tag des Gänseblümchens zu feiern? Ganz ehrlich: wir haben keine Antwort darauf. Wo auch immer wir suchten, eine logische Antwort gab es nicht darauf….

  • Schlaffes Liebstöckel

    Grüne Wedel statt blauer Pille? Erstaunt reagierte der Berliner Heilpraktiker Hannes A., als ein Klient sein bereits gezahltes Honorar zurückforderte. Tage zuvor hatte er ihm unter anderem zu Liebstöckel (Levisticum Officinale) für die Stärkung seiner Libido geraten. Erektionen durch Wunschdenken Weil das Liebstöckel als Aphrodisiakum allerdings keine Wirkung zeigte, recherchierte der Klient und wurde fündig….

  • Blume rettet Sonntagspredigt

    Ein Zweig vom Marienblatt bewahrte Kirchgänger am Sonntag vor dem Ärgsten. Die Blätter des recht harmlos aussehenden Marienblatts verströmen eine Duft, der als minzig und ebenfalls kampferartig beschrieben wird. Trickreiche Gottesdienstbesucher nutzten frischgepflückte Zweige des Marienblattes als Lesezeichen im Gesangsbuch. Ihr Duft wird in der Regel als angenehm erfrischend wahrgenommen. Kommt allerdings die Nase den…

  • Kranz der Wahrheit

    Der Blick durch einen aus Gundelreben gewundenen Kranz entlarvt Hexen. Ein Kranz geflochten aus Gundelreben soll zur Walpurgisnacht die Fähigkeit besitzen, Hexen sichtbar zu machen. Der Blick hindurch auf das fragliche Mädchen soll der Überlieferung nach das Rätsel um die Person lösen. So oder ähnlich lautet eine der zahlreichen Geschichten, die über die Gundelrebe (Glechoma…

  • Einen Schlüssel zum Himmel?

    Wie die Primeln zu ihrem schönen Namen kamen. Wer kennt sie nicht die kleinen gelben Frühblüher, die im Sprachgebrauch Schlüsselblumen oder Himmelsschlüssel genannt werden? Gemeint sind die beiden wildlebenden Primel-Arten: die Gemeine Schlüsselblume (Primula veris) und die Hohe Schlüsselblume (Primula elatior). Auf den ersten Blick ähneln weder ihre Blüten, Blätter noch Gestalt einem Schlüssel. „Petrus…