Sieben Kräuter gegen Frühjahrsmüdigkeit: Taubnessel, Gänseblümchen, Veilchen, Brennnessel, Pfefferminze, Melisse, Salbei.

Sieben plus ein Kraut gegen Frühjahrsmüdigkeit

Ein bewährtes Rezept für einen belebenden Frühlingstee

Endlich wird es wieder grün! In den Gärten und auf den Wiesen spriessen die ersten Blüten und Kräuter. Einige Pflänzchen eignen sich hervorragend für Frühjahrskuren, die nicht nur entbehrungsreich sein müssen. Mit einigen wohlschmeckenden Kräutern lässt sich leicht die Frühjahrsmüdigkeit austreiben und das persönliche Wohlbefinden steigern. Wer im Garten oder auf dem Balkon seine Melisse und den Salbei gut über den Winter gebracht hat, kann jetzt schon die ersten Blättchen ernten. Sie sind eine hervorragende und wohlschmeckende Grundlage für einen frischen Kräutertee mit belebender Wirkung.

Getrunken wird der Kräutertee heiss oder kalt. Auf das Süssen mit Zucker sollte verzichtet werden – ganz passend zur Frühjahrskur oder der Fastenzeit. Die belebende Wirkung der Kräuter wird tagsüber deutlich spürbar. Daher ist dieser Frühjahrstee für abendliche Stunden weniger geeignet. Für einen guten Schlaf sollte auf beruhigende Kräuter zurückgegriffen werden.

Sieben Kräuter und ein paar Veilchen

Frisch gesammelte Brennnesselblätter eignen sich wegen ihrer stark entwässernden Wirkung für jede Art von Frühjahrskur. Die in den Blättern enthaltenen Mineralstoffe wie Kalium, Calcium und Kieselsäure stärken die Haut, das Bindegewebe und die Kopfhaut. Wen allerdings der erdige Geschmack stört, und der auf die reinigende Wirkung der Brennnessel verzichten möchte, kann sie auch weglassen. Es wird Frühling. Lass Deine Kreativität sich frei entfalten!

In der Brennnessel steckt eine ungewöhnliche Lebenskraft und Widerstandswille.

Brennnessel

ausschwemmend, entgiftend
Die gewöhnlichen gelben Blütenklekse auf den Wiesen sind ein filigranes Werk aus feinen Blütenblättchen.

Löwenzahn

anregend, stoffwechesel aktivierend
Selten prahlen die weissen Taubnesseln mit ihren rein weissen Blütenständen. Sie wirken demütig und bescheiden.

Taubnessel

ausgrleichend, harmonisierend
Keine Blume regt die Kinderfantasie so an wie das Gänseblümchen.

Gänseblümchen

Spass für grosse und kleine Kinder

An Wegesrändern finden sich schon jetzt die ersten Löwenzahnpflänzchen. Wahrscheinlich wird es niemand verübeln, wenn das Unkraut gepflückt und für einen guten Zweck weiterverarbeitet wird. Neben der Brennnessel ist der Löwenzahn ein bewährtes Kraut für das Ausschwemmen von Giftstoffen und Abbauprodukten aus dem Körper. Die weisse Taubnessel wird beim Sammeln häufig übersehen. Dabei hat sie eine nicht zu unterschätzende ausgleichende Wirkung. Melisse und Pfefferminze wachsen meist auf der Fensterbank. Die Frische ihrer Stengel gibt Kraft und neuen Schwung. Die Krönung des Frühlings sind die Veilchen mit ihrem herrlichen Duft.

Duftende Veilchen sind die Krönung der Wiesen und Gründe im Frühling.

Veilchen

Veilchenblüten sind mehr als schmückendes Beiwerk. Begehrt in guten Küchen für aromatische Akzente.

Beim Sammeln von Kräutern sollte stets darauf geachtet werden, dass sie nicht durch Tiere, Strassenschmutz oder -staub verunreinigt sind. Durch die Landwirtschaft sind Pflanzen in feldnaher Umgebung auch mit Pflanzenschutzmitteln belastet. Deshalb lohnt sich das Sammeln von Kräutern in Wäldern oder wilden Freiflächen.

Melisse darf in keinem Apothekergarten fehlen. Sie ist eine der beliebtesten Heilpflanzen im Klostergarten St. Marienstern in Panschwitz Kuckau der sächsischen Oberlausitz.

Melisse

tonisierend
Salbei im Lehrgarten von Langlois in Niederösterreich.

Salbei

belebend
Die Pfefferminze ist die Klassikerin unter den Minzen. Dabei ist sie ein botanischer Bastard.

Pfefferminze

erfrischend

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