Die Frühlingsbrise treibt die weissen Wolken wie eine Schafsherde über den blauen Himmel.

Bist du sauer?

Immer am Anfang eines jeden Jahres schaukelt sich die Besinnungswelle für eine gesündere Lebensweise auf. Neben den guten Vorsätzen und dem kritischen Blick auf die Waage, nehmen viele Menschen mit Begeisterung ihre Essgewohnheiten in den Blick. Gerade das Leben im Überfluss scheint uns Sorgen zu bereiten. Balance – ist das Zauberwort der Moderne. Stetig suchen wir einen Ausgleich: sogar für unsere Ernährung.

Gut, dass es Basen-Tees gibt!

Wenig verwunderlich ist, dass alle Basen-Tees zugleich auch Kräutertees sind. Wie Gemüse, Salate und Obst, werden auch Kräuter im menschlichen Organismus basisch metabolisiert (verstoffwechselt). Beim Vergleichen der Rezepturen ist augenfällig, dass es die eigentlichen Basen-Kräuter gar nicht zu geben scheint. Jeder Hersteller hat seine eigene Rezeptur und selten finden sich ein und dieselben Kräuter in den Mischungen anderer Anbieter.

Alle Rezepturen für Basen-Tees beruhen auf den gleichen Prinzipien:

Hafer in seiner schönsten Gestalt

Harntreibende Kräuter

Brennnessel, Haferstroh, Löwenzahn, …
Schnittlauch meets Fenchel und Andorn im Klostergarten Münster.

Magenschonende Kräuter

Süßholz, Schafgarbe, Brombeerblätter, Fenchel, ...
Melisse darf in keinem Apothekergarten fehlen. Sie ist eine der beliebtesten Heilpflanzen im Klostergarten St. Marienstern in Panschwitz Kuckau der sächsischen Oberlausitz.

Wohlschmeckende Kräuter

Melisse, Pfefferminze, Ingwer, Thymian, …

Drei Puffer fürs Gleichgewicht.

Sauer sein – das haben wir gelernt – ist nicht gut! Was hilft also besser, als mit Basen einen neutralen Wert wiederherzustellen? Tatsächlich ist das Gegensteuern mit basischen Ernährungszusätzen bei gesunden Menschen nicht notwendig. Diese Arbeit übernimmt der Körper selbst. Damit die Stoffwechselvorgänge im Körper problemlos funktionieren, bedient sich der menschliche Körper drei Mechanismen: der Atmung, dem Nierenstoffwechsel und einem körpereigenen Puffersystem. Bei körperlicher Anstrengung oder unangepasster Ernährung (z. B.: Völlerei, Fasten) kommt es zu einer Veränderung im Säure-Basen-Haushalt. Im Normalfall atmen die Lungen bei körperlicher Belastung vermehrt Kohlendioxid ab, was den Kohlensäuregehalt im Blut senkt. Bei der Verdauung von eiweißhaltigen Lebensmitteln wird über die Nieren mit der Synthese von Harnstoff das Gleichgewicht wiederhergestellt.

Heiss aufgebrüht ist frischer Pfefferminztee nicht nur eine Köstlichkeit, sondern auch ein exzellenter Helfer für den, Magen, die Leber, die Galle und den gesamten Darm.

Rezept für einen wohlschmeckenden Basen-Tee:

  • 3 g Brombeerblätter
  • 3 g Malvenblüten
  • 2 g Süssholzwurzel
  • 2 g Melissenblätter

2-3 Teelöffel der Tee-Mischung mit 1/2 Liter kochendem Wasser übergiessen. 12-15 Minuten warten. Danach abgiessen und abkühlen lassen. Den Tee nach Bedarf warm oder kalt vor den Mahlzeiten trinken.

Gesundheitsgefährdende Zustände sind die Azidose (Übersäuerung) und die Alkalose (Basenüberschuss), denen in der Regel schwere gesundheitliche Entgleisungen vorangegangen sind. Azidosen können in Folge von Insulinmangel bei schlecht eingestellten Diabetes Mellitus Patienten entstehen. Wiederum kann eine Alkalose beispielsweise durch Verlust von Magensäure bei starkem Erbrechen und Durchfall die Folge sein. Tees und Nahrungsergänzungsmittel sind in beiden Fällen keine Behandlungsoptionen. Auf jeden Fall müssen hierbei die Labordiagnostik und die Behandlung unbedingt in ärztlichen Händen liegen, weil die Beseitigung der körperlichen Grundstörung erforderlich ist.

Wann nutzt mir Basen-Tee?

Das Fasten ist für den menschlichen Organismus eine Ausnahmesituation. Die gewohnte Zufuhr an Kohlenhydraten wird unterbrochen. Jedoch benötigen die Organe – besonders das Zentralnervensystem – die aus Kohlenhydraten erzeugte energiespendenden Glukose. Man spricht auch von einer Unterzuckerung. Also greift der Organismus auf die körpereigenen Speicher in der Leber zurück. Das dort gespeicherte Glykogen wird zu Glykose umgewandelt. Auch die im Blut vorhandenen Fettsäuren werden zur Energiegewinnung herangezogen. Die dabei gebildeten Ketonkörper führen zur Bildung von Säuren im Blut. Um den Körper bei der Neutralisierung der dabei entstehenden Säuren zu unterstützen, ist die Zufuhr von basischen Stoffen – wie mit einem Basen-Tee – hilfreich. Gleichzeitig zur Stabilisierung des Säure-Basen-Haushaltes wird dem Körper Flüssigkeit zugeführt, welche das Ausspülen der Abbauprodukte über die Nieren fördern und erleichtern.

Eine Teetasse mit frisch aufgebrühten Blättern der Zitronenverbene.

Für Sportler ist es generell wichtig, viel zu trinken! Kräutertees können dir dabei helfen, das Gleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt nach körperlicher Anstrengung auf natürliche Art zu stabilisieren!

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