Bäume und Sträucher sind zu einem Farbenspiel kombiniert.

In Linz wächst etwas!

Der im Verborgenen blühende botanische Garten

Linz erfuhr im Jahre 2009 mit der Ernennung zur Kulturhauptstadt Europas endlich die wohlverdiente Aufmerksamkeit. Vorbei sind die Zeiten, als es unter dem Ruf einer grauen Industriestadt litt. Kompakt und fussläufig reihen sich Attraktionen, Geschichte, Kultur und Lebensweise aneinander. Manche Plätze scheinen ausschliesslich den Einheimischen zu gehören. Dazu zählt auch der botanische Garten am Freinberg. Der Eingangsbereich ist offensichtlich der illustre Treffpunkt Ortsansässiger, die freundlich neugierig und belustigt alle ankommenden Besucher des Gartens mustern.

Eine ganz klassische Schaugartengestaltung am Eingangsbereich.

Mehr als nur zum Schauen

Im Eingangsbereich folgt die Gestaltung des Gartens der klassischen Ordnung mit Wasserbecken, Sträuchern, Büschen und Blumenrabatten. Im hinteren Teil verdichtet sich der Baumbestand zu einer parkähnlichen Anlage. Kleine thematische Gärten wie beispielsweise der Bauerngarten, der Alpengarten und der Rosengarten laden zum Hinlaufen und Sitzenbleiben ein. Trotz einer relativ geringen Fläche von 4,2 Hektar vermittelt die Anlage Weitläufigkeit. Es ist ein reizvoller Ort zum Bummeln, Ausspannen und Entdecken mit seinen schattigen Plätzen, gepflegten Beeten und den reizvollen Ausblicken durch die Baumlücken auf die Stadt und die Umgebung.

Sehenswert sind die blühenden Rhododendron-Sträucher im botanischen Garten Linz.
In der parkähnlichen Gestaltung präsentiert sich der Rhododendron in seiner Vielfarbigkeit.
Ein reizvoller Ausblick: Jakobsleiter mit dem Linzer Poestliberg.
Blick auf die oberösterreichische Landschaft zwischen den Bäumen hindurch.

Verreisen beim Spazieren

Eine botanische Entdeckungsreise durch Altbekanntes und Raritäten wird mit einer guten Ausschilderung der floralen Schützlinge unterstützt. Der Schwerpunkt des Gartens liegt auf schmückenden Pflanzen, was Liebhaber blühender Sträucher und Rabatten erfreut. Trotz der zahlreichen Exoten gibt es über weite Teile einen starken regionalen Bezug. So zum Beispiel werden mit viel Liebe im Bauerngarten die „gewöhnlichen“ Obst-, Gemüse- und Kräutersorten angebaut. Im Alpinarium präsentieren sich dem Besucher all die Pflänzchen, an denen er auf Wanderungen möglicherweise ahnungslos vorbeispaziert.

Beeindruckende Färbung der Rotbuche.
Die Bodendecker bilden beeindruckende Muster.
Enge Fluchten und weite Flächen wechseln sich ab.
Eine vielfältige Gestaltung suggeriert dem Besucher Weitläufigkeit.

Bei der Vielzahl an Sehenswürdigkeiten in der Bruckner-Stadt Linz fällt es sicherlich schwer, sich für den Besuch des etwas abseits gelegenen botanischen Gartens zu entscheiden. Mit ein wenig Muse und Zeit wird der Liebhaber von Pflanzen und Gartengestaltung sicherlich nicht enttäuscht sondern für den kleinen Umweg belohnt werden.

Anfahrt und Internet-Adressse:

https://botanischergarten.linz.at

Der Garten öffnet täglich um 9 Uhr. Die Schliesszeiten richten sich nach den Monaten: April bis September um 19 Uhr, Oktober und März um 17 Uhr, in den Wintermonaten November bis Februar bereits um 16 Uhr.

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