Das knoblauchartig würzende Kraut des Bärlauchs bringt zarte Blütensterne hervor.

Bärlauch – ein Verwandter des Knoblauchs

Bärlauch (Allium ursinum)

Der Bärlauch (Allium ursinum) ist keine Heilpflanze sondern ein Wildgemüse. Seine Bekanntheit beruht auf der Wiederentdeckung als Küchengewürz. Im Laufe der letzten Jahre hat er sich den Platz in der Frühlingsküche zurück erobert. Die Zubereitungsarten sind vielfältig. Leicht knoblauchartig ist sein Aroma. An diesem Duft ist er während der Frühlingsmonate leicht in den Laubwäldern auszumachen, wo er meist in grossen Feldern wächst. Er ist nicht nur für den Gaumen sondern auch für die Augen eine Freude. Wer seine Blätter für den Küchengebrauch pflücken möchte sollte Sorgfalt walten lassen. Es droht Verwechslungsgefahr! Die Blätter des Bärlauchs ähneln denen des giftigen Maiglöckchens. Von der Anwesenheit der Bärlauchpflanzen kündet schon von Weitem der würzige Duft (oder Geruch) nach Knoblauch. Das ist auch das entscheidende Unterscheidungskriterium z.B. zu den Blättern des Maiglöckchens.

Blühender Bärlauch im Heilkräutergarten des De Hortus in Amsterdam.

Weder die BGA/BfArM (Kommission E) noch die EMA/HMPC haben eine Monografie veröffentlicht, die Heilwirkungen des Bärlauchs bestätigen.

Sparsamkeit beim Pflücken der Blätter und Vorsicht im Umgang mit den Wildpflanzen zahlt sich aus. Werden sie pfleglich behandelt, gibt es Bärlauch im nächsten Frühjahr an selber Stelle. Im Überschwang oder als Gier wurden in den letzten Jahren ganze Waldstücke geräubert. Von den einst grossen Bärlauch-Beständen sind meist nur noch einzelne Pflanzen übrig geblieben. Das ist nicht nur ärgerlich für all die anderen Sammlerinnen und Sammler, sondern auch vermeidbarer Eingriff in die Artenvielfalt am Waldboden.

Unheil abwehrende Kräfte wurden dem Bärlauch schon seit Menschengedenken zugeschrieben. Es gibt sogar Behauptungen, dass der Genuss von Bärlauch der Potenz auf die Sprünge hilft. Bleibt dann nur der Mundgeruch und der Link zur Pfefferminze.

Inhaltsstoffe:

Allicin, Fructosane, Glycoside, ätherisches Öl

Wirkung:

harntreibend, blutdrucksenkend

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