Wissenswertes

Mache Kräuter und Pflanzen sind keine Heilpflanzen und sind es dennoch wert, in diesem Kapitel beschrieben zu werden. Gedanken, Kurioses haben in dieser Kategorie Platz und Raum.

  • Artemisia und ihre Schwestern

    Vom Wermut und anderen aromatischen Kräutern Eines der bekanntesten Anbaugebiete für Wermutkraut (Absinthii herba) liegt im französisch-schweizerischen Grenzgebiet des Val de Traverse. Für die Absinthkräuter herrschen im Haut-Doubs ideale Bedingungen. Die Pflanzen lieben flachgründige Böden, kontinentales Klima und Höhenlagen. Der Wermut (Artemisia absinthium L.) wird seit alters her rings um Neuchâtel angebaut. Die Bewohner behaupten…

  • Besenginster – goldener Sommerbote

    Besenginster (Cytisus scoparius) Seine robusten Zweige werden heute noch immer dafür genutzt, was ihm einst den gebräuchlichen Namen verlieh. Seine getrockneten Zweige zu einem Bündel zusammengebunden und auf einen Holzstab gesteckt, ergibt den ökologisch nachhaltigsten Besen, der vorstellbar ist. So praktiziert es seit Jahrzehnten die Frankfurter Stadtreinigung, um die Wege der Bankenstadt reinzuhalten. So praktisch…

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    Fichte – des Maien Schuss

    Fichte (Picea abis) Die holzverarbeitende Industrie und der Borkenkäfer mögen die Fichte. Weil sie ein schnell und gerade wachsendes Holz produziert, sind die Fichtenbäume schon seit Jahrhunderten begehrte Holzlieferanten. Für die Forstindustrie sind sie die sogenannten Brotbäume. Das hat zu einer Monokultur in unseren Wäldern geführt, die ganze Landschaften prägt. Die Klimaveränderungen verbunden mit anhaltender…

  • Knoblauchsrauke – aus dem Unterholz

    Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) Böse Münder behaupten, Bienen würden die Knoblauchsrauke meiden, weil sie sonst Mundgeruch bekämen. Dem ist wahrscheinlich nicht so. Dennoch verströmt die Knoblauchsrauke einen ihr typischen an die geruchsstarken Knollen erinnernden Geruch. Manche lieben das Aroma. In der englischen Küche gibt es Rezepte, die auf ihre Verwendung zurückgreifen. Das sollte uns stutzig machen….

  • Basischer Tee – Wie funktioniert das?

    Mindestens eine Sorte mit der Bezeichnung ‚Basen-Tee‘ findet sich in jedem Sortiment der Teeregale im Einzelhandel. Propagiert wird die Anwendung sogenannter basischer Kräutertees für Frühjahrskuren und Diäten. Gesundheitsbewusste fühlen sich bei der Auswahl unterschwellig verleitet, diesen Teesorten den Vorrang zu geben. Wie sinnvoll ist das? Nahrungsmittel, die wenig Proteine enthalten, wirken basenbildend. Dazu zählen Gemüse,…

  • März-Veilchen

    März-Veilchen (Viola odorata) März- oder auch Duftveilchen sind kein Zeichen der zunehmenden Klimaveränderung. Tatsächlich gehören sie zu den ersten Frühlingsboten und ihre Blütezeit ist schon der März. Erst im Mai folgen dann ihre Schwestern die Hain-Veilchen (Viola riviniana), die sich in Laubwäldern zu Hause fühlen. Ihre aromatischen Blüten sind begehrt. Kandiert bzw. in Zucker eingelegt und…

  • Mittelmeer Strohblume – ein neues Antidepressivum?

    Mittelmeer Strohblume (Helichrysum stoechas L.) Die Goldene Unsterbliche ‚Immortelle dorée‘, so wird die uns bekannte Mittelmeer-Strohblume von unseren französischen Nachbarn genannt. Obwohl als Mittelmeer-Strohblume bekannt, findet man sie auch in den Dünen an der Atlantikküste und auf den kargen Böden der Haute Provence. Für manchen weckt das Aroma der knallgelben Blüten Urlaubserinnerungen. Der starke, würzige…