Eine Wetterfahne mit Kuhmotiv im schleswig-holsteinischen Land.

Wie wird wohl der Sommer?

So eindeutig war es lange nicht:

Die Eiche blüht vor der Esche. Das Jahr 2020 scheint ein verflixtes zu sein. Ein Virus zwingt uns in den Ausnahmezustand. Trotz der zahlreichen sonnigen Tage können Viele das Frühjahr nicht so recht geniessen. Auf Aprilwetter waren wir alle eingestellt. Nun warten wir auf den Regen, den die Gärten, die Wälder und vor allem die Landwirte für ihre Felder dringend benötigen.

„Blüht die Eiche vor der Esche, hält der Sommer grosse Wäsche.

Eine uralte Bauernregel, Teil 1

Der anhaltende Sonnenschein hat die dicken Rinden der Eichen erwärmt, und so konnten bereits die Säfte von den Wurzeln in die Äste und Zweige steigen. Die Eichen zeigen nun schon das zarte Grün der jungen Blätter und ihrer Blütenstände. Der Gemeinen Esche war es trotz des sonnigen Frühjahrs bisher zu kalt. Erst langsam zeigen sie zarte junge Blatttriebe. Daher liegen sie in der Blüte zeitlich hinter den Eichen.

Blüht die Eiche vor der Esche, hält der Sommer grosse Wäsche.
Junge Blatttriebe an einer Gemeinen Esche.

… Esche, hält der Sommer ….

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… grosse Wäsche.

Ist die Prognose gut oder schlecht?

Den Regen braucht die Natur gerade jetzt ganz dringend. Die Wälder, Felder und Wiesen lechzen förmlich danach. Der April war trocken wie lange nicht. Ganz unbekannt ist das Phänomen wohl nicht. Immerhin existieren einige Bauernregeln, die auf einem April mit Schönwetter folgend verregnete Zeiten prophezeien. Das Schöne an diesen Bauern- und Wetterregeln ist, sie geben lediglich eine Wahrscheinlichkeit an. Sie haben oft daneben gelegen und oft traf ein, was vorausgesagt war. Die Zeit wird zeigen, was auf uns zukommt!

Blüht die Esche vor der Eiche, hält der Sommer grosse Bleiche.“

Eine uralte Bauernregel, Teil 2

Vielleicht wird es nur halb so wild!

Ob die Reisebeschränkungen bis zur Ferienzeit aufgehoben werden, ist ungewiss. Wahrscheinlich wird dieses Jahr der Urlaub für viele vor der Haustür stattfinden. Möglicherweise stapfen wir dann alle in Gummistiefeln, mit Ostfriesennerz und dem obligatorischen Mundschutz bekleidet durch die Auen, Wälder, Wiesen und über die Berge in der Heimat.

Verwechslungen ausgeschlossen!

Esche ist nicht gleich Esche. Die weissblühenden Dolden gehören der Eberesche (Sorbus aucuparia). In manchen Gegenden wird sie auch Vogelbeerbaum genannt. Die Blüten der Gemeinen Esche (Fraxinus excelsior) sind meist hinter den Blättern verborgen. Wie grüne Würmer hängen die Blütenstände von den Zweigen. Beide bevorzugen unterschiedliche Standorte. Die Gemeine Esche fühlt sich auf feuchten Böden in waldigen Gemeinschaften wohl. Der Vogelbeerbaum (Eberesche) siedelt gerne an Waldrändern und auf Freiflächen. In gebirgigen Gegenden findet man Ebereschenbäume oft als eine landschaftsprägende Weg- und Strassenbepflanzung.

Eine regennasse Eberesche im Garten der Religionen.
Blüten der Eberesche
Die Blüten der Esche haben die selbe Farbe wie die Blätter und sind daher schwer auszumachen.
Blüten der Gemeinen Esche

Neugierig geworden?

Wen interessiert, welche heilenden Eigenschaften die Eichen, Ebereschen und die Gemeine Esche haben, der wird in der Kategorie Bäume bei unseren Heilenden Pflanzen fündig werden.

Noch gibt es sie die wunderschönen Alleen mit den grossen ausgewachsenen Eschen. Ein eingeschleppter Pilz verursacht europaweit ein Eschensterben.

Wissenswertes zur Esche:

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