Vier Kräuter gegen Halsschmerzen

Moosherz in der Astgabel eines Apfelbaumes.

Winterzeit ist Erkältungszeit. Nicht immer muss es gleich der Grippevirus sein, der einen zur Bettruhe zwingt. Falsch ist die Annahme, dass während der kalten Jahreszeit automatisch mehr Viren, Bakterien und andere Krankheitserreger durch die Luft schwirren. Vielmehr sind es die Temperaturschwankungen zwischen den Innenräumen und der frischen Aussenluft, die den Körper und das Immunsystem in Stress. In dem Zusammenhang sind Mutterns Worte unvergessen:

Bindet Euch einen Schal um!

Ein nackter Hals ist den Temperaturschwankungen besonders ausgesetzt. Ist er einmal kalt geworden, reagieren die Schleimhäute in Mund, Rachen und der Atemwege mit einem Kratzen und vermehrten Schleimabsonderungen. Besser ist es, Mutterns Rat zu befolgen. Dem Hals einen wärmenden Schal und dem Kopf eine schützende Mütze zu verpassen hat bisher nicht geschadet – vielmehr genützt. Besonders, wenn das Kratzen trotz aller Vorsorge beginnt, fördert die Wärme dann auch wieder den Heilungsprozess.

Trinkt einen heissen Tee!

Trinken schützt nicht nur vor Flüssigkeitsverlust, – den die Haut auch in der kalten Jahreszeit nicht prima findet – sondern das hält die Schleimhäute der Nase, des Mundes und Rachens feucht und intakt. Sie sind das wirksamste Schutzschild gegen krankmachende Keime.

Teetrinken kann auch Pausemachen bedeuten! Ist der Stress einmal ausgebrochen, wird das Immunsystem gefordert. Für viele sind Tabak und Kaffee die Helfer in der Not im alltäglichen Wahnsinn. Bewusst eine Tasse Kräutertee zubereiten und in aller Ruhe trinken, kostet nicht wirklich mehr Zeit. Das Ritual und die gesunde Kraft der Pflanzen können ein wahrer Kraftquell sein.


Rezept für eine Kräuterteemischung gegen Halskratzen (100g):

Mit den klassischen Erkältungskräutern beschwerdefrei durch die kalte Jahreszeit

  • 30 g Thymianblätter
  • 30 g Spitzwegerich
  • 20 g Fenchelfrüchte
  • 20 g Mädesüss

2-3 Teelöffel der Kräutertee-Mischung werden mit 1/2 Liter kochendem Wasser übergossen. Nach 10-12 Minuten wird der Tee abgesiebt oder der Teebeutel entfernt.

Heiss, warm oder lauwarm. Je nach Geschmack kann der Tee mit Honig gesüsst werden.


Gurgeln nicht nur beim Zähneputzen!

Beim Gurgeln werden wie beim Trinken die Schleimhäute intensiv befeuchtet. Sie können Viren und Bakterien wesentlich besser abwehren. Beim intensiven Gurgeln werden durch das Sprudeln des Wassers und die Aktivierung des Rachens alte Schleimhautrestegelöst und Beläge weggespült. Gerade bei einem leicht entzündlichen Geschehen, kann das die Genesung fördern und die Keimkonzentration reduzieren. Am Besten einfach mal zwischendurch ganz einfach mit lauwarmen Kräutertee gurgeln. Das geht auch während einer Arbeitspause.

Vertraut den Kräutern!

Thymian, Fenchel und Spitzwegerich sind die typischen Vertreter der Bestandteile eines Kräutertess bei Erkältung. Der Thymian ist ein milder Rachenputzer. Etwas kräftiger wirkt der Fenchel, der die Schleimstoffe in den Bronchien löst. Experte gegen Halsschmerzen und Reizhusten ist der Spitzwegerich. Das Mädesüss ist die ideale Ergänzung für das Trio. Der Geschmack ist leicht süsslich und die Wirkstoffe haben schmerzlinderndes und fiebersenkendes Potenzial. Zum Sammeln der Kräuter ist es jetzt zu spät oder zu früh. In Apotheken sind die einzelnen Bestandteile erhältlich.

Die Revanche der Kräuter

Vielleicht hat eure Mutter niemals zur Verwendung von Kräutern geraten. Das könnte die günstige Gelegenheit sein, ihr jetzt auch einmal einen guten Ratschlag zu erteilen.