Sanikelkraut – aus dem Schatten des Waldes

Das oftmals auf Waldspaziergängen unbeachtetet Sanikelkraut.

Sanikelkraut (Sanicula europaea)

Ganz ehrlich, wer hat sich auf Wanderungen oder Spaziergängen nicht gefragt, was dieses relativ unspektakuläre Kraut ist? Typisch sind die fünffingrigen Blätter und die recht unscheinbaren Blütendolden des niedrigen strauchigen Krautes.

Die Meinungen zur Heilwirkung der Blätter gehen weit auseinander. Die einen preisen Sanikelkraut als ein Allheilmittel. Widerum sind die Auskünfte in der Fachliteratur rar und verweisen nur auf die schleim- und auswurffördernde Wirkung des Krautes. Daher ist die einzige schlüssige Folgerung die Anwendung bei leichten Katarrhen der Atemwege.

Kein Allheilmittel, aber bei leichten Katarrhen geeignet

Seit Hildegard von Bingen wird das Sanikelkraut als Wundheilmittel gepriesen, dass nur getrunken werden muss, um die Wunden zu reinigen und zu schliessen. Diese Vorstellung setzt sich bis heute in der Volksheilkunde fort. Entgegen der heutigen Auffassung verwendete sie neben dem Kraut auch die Wurzeln. Saft und getrocknete Pflanzenteile wurden bei Problemen des Magen-Darm-Traktes Tränken beigemischt.

Allergikern sei Vorsicht im Umgang mit der Pflanze geraten! Die ungewünschten Reaktionen können die gesundheitliche Störung verstärken anstatt die lindernde Wirkung zu erzielen.

Für die Behandlung der Atemwege bei leichten Katarrhen werden die Blätter frisch oder getrocknet wie eine Kräuterteezubereitung mit kochendem Wasser überbrüht.

Die Heilwirkung bei leichten Atemwegs-Katarrhen wurde von der Kommission E des BfArM bestätigt. Allerdings wurde seitens der EMA/HMPC für das Sanikelkraut keine Monografie bisher erstellt.

Inhaltsstoffe:

Flavonoide, Gerbstoffe, organische Säuren, Saponine, Triterpensanopine,

Wirkung:

auswurffördernd

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